Rainbow Days

Eigentlich wollte ich heute über den Stranger Things Roman Suspicious Minds schreiben, aber da er unerwartet lang ist, habe ich ihn noch nicht durch ^^;
Daher stelle ich euch heute die Manga-Reihe Rainbow Days von Minami Mizuno vor.

Allgemeines
Rainbow Days umfasst aktuell 15 Bände und gilt als abgeschlossen. Es gibt aber noch einen Bonusband, der in Deutschland als Band 16 veröffentlicht wird.
Der Manga lief in Japan von Februar 2012 bis März 2017 und wird in Deutschland seit Oktober 2016 bei Egmont Manga veröffentlicht. Band 16 erscheint im April 2019 und kostet, wie alle anderen auch, 7 Euro bzw. 5,99 Euro als eBook. Band 1 lagen Sticker und ein Terminplaner für 2017 bei.

Darum geht’s
Rainbow Days ist klassische Shoujo-Romance, die aber ganz ungewöhnlich aus der Sicht der männlichen Protagonisten erzählt wird. So begleiten wir die vier Freunde Natsuki Hashibara (Nat-chan), Tomoya Matsunaga (Mattsun), Keiichi Katakura (Kei-chan) und Tsuyoshi Naoe (Tsuyopon) durch die Oberschule, wobei jeder der Jungs seine eigenen Probleme und natürlich auch Liebeleien hat.

Alles beginnt mit dem blonden Nat-chan, der an Heiligabend von seiner Freundin verlassen wird. Mit gebrochenem Herzen gibt er den Schal, den er eigentlich ihr schenken wollte, einem Mädchen, das im Weihnachtsmannkostüm Werbetaschentücher verteilt. Wieder in der Schule sieht er genau dieses Mädchen – und sie trägt seinen Schal! Sie heißt Anna und geht in seine Parallelklasse, und schon ist Nat-chan hoffnungslos in sie verliebt. Aber Anna, die süß und nett ist, scheint sich so gar nicht für Jungs zu interessieren…

Mattsun (rothaarig) ist der Frauenheld der Truppe und hat andauernd eine andere am Start. Richtig verliebt war er aber noch nicht. Dafür hilft er Nat-chan dabei, Anna näher kennenzulernen. Das ist aber gar nicht so einfach, denn Anna wird von ihrer besten Freundin Mari Tsutsui beschützt wie eine Löwin, denn Mari kann Jungs auf den Tod nicht leiden. Am Anfang hat Mattsun einfach nur Spaß daran, sich mit ihr zu kabbeln, doch bald merkt er, dass Mari einen weichen Kern hat und dass aus dem Spaß längst Ernst geworden ist…

Kei-chan (brünett) ist der seltsamste des Quartetts. Er hält sich für sehr erwachsen und geht ständig damit hausieren, dass er total auf S/M steht und dabei natürlich den dominanten Part übernimmt. Um das Klischee zu erfüllen, hat er auch immer eine Peitsche dabei. Freundinnen hat er nur sporadisch. Dafür ist er ziemlich verknallt in die Schulkrankenschwester, doch als diese ihm zu verstehen gibt, dass sie ebenfalls dominant ist, gibt er sie auf. Doch dann lernt er zufällig Mattsuns Schwester Nozomi kennen, die sich auf den ersten Blick in ihn verliebt. Leider hat Kei-chan so gar kein Interesse an ihr, aber Nozomi setzt alles daran, ihn für sich zu gewinnen.

Tsuyopon isr der letzte im Bunde und mit Abstand bei Favorit. Nicht nur sein leicht emo-mäßiges Aussehen, sondern auch sein ruhiger, klarer Charakter. Tsuyopon hat schon länger eine Freundin von einer anderen Schule, und zwar die super süße Yukiko (Yukirin), eine leidenschaftliche Cosplayerin. Sie ist das genaue Gegenteil von Tsuyopon, aber genau deswegen passen sie so gut zusammen. Sie lesen Mangas, gehen auf Conventions und planen ihre Zukunft. Aber was wird sein, wenn sie in verschiedenen Städten studieren und sich nicht mehr regelmäßig sehen können?

Und dann gibt es natürlich noch andere Klassenkameraden und Lehrer, die mitmischen, aber sie sind nicht wirklich relevant.

Meinung
Rainbow Days hat mir von Anfang an sehr gut gefallen, weil der Perspektivenwechsel sehr erfrischen war. Endlich ist die Hauptfigur mal nicht ein Mädchen, sondern ein Junge, und dann eigentlich auch noch im Viererpack. Denn auch wenn Nat-chan zu Beginn DER Hauptcharakter ist, bekommen die anderen immer mehr eigene Handlungszeit, so dass es sich zum Ende hin recht gut verteilt. Besonders Tsuyopon und Yukirin stehen ziemlich im Mottelpunkt, da es bei ihnen von Anfang an nicht um „kriegen sie sich?“ ging, sondern darum, wie sie ihre gemeinsame Zukunft planen. Ihre Beziehung wirkt generell am erwachsensten von allen, und sie sind sooo süß zusammen <3
Allerdings nutzt sich das alles über 15 Bände ein bisschen ab und ich hätte mir mehr Handlung gewünscht. Gerade Kei-chan und sein S/M ist am Anfang ein Running Gag, spielt aber später keine Rolle mehr und irgendwie ist Kei-chan derjenige, dessen Charakter sich am wenigstens entwickelt und zur Handlung beiträgt. Auch das „kriegen sie sich?“ von Nat-chan und Anna (SPOILER – Sie kriegen sich; und alle anderen auch – SPOILER ENDE) zieht sich ein bisschen arg lang. 10 Bände hätten es wahrscheinlich auch getan. Kimi ni todoke ist in dieser Hinsicht NOCH langsamer, aber auch, wenn ich es nicht erklären kann, kam es mir da nicht so lang vor.

Der Zeichenstil ist sehr gut und man kann die Jungs auch gut voneinander unterscheiden, was ja längst nicht bei allen Mangas der Fall ist. Besonders die Cover finde ich fantastisch, sie sind so voller Leben und Farbe und machen dem Titel des Mangas alle Ehre. Schade, dass die Buchrücken kein Bild ergeben.

Fazit
Rainbow Days ist ein hübscher Schoujo-Manga mit viel Romantik, hübschen Jungs und Mädchen und einer Prise Humor, aber wenig Neuem oder Überraschendem. Lediglich, dass die Geschichte aus Sicht der Jungs erzählt wird, hebt den Manga deutlich hervor. Aber das ist nicht weiter tragisch, denn wenn eine Geschichte gut erzählt ist, macht es nichts, wenn man sie so oder so ähnlich schon einmal gehört hat. Und das ist hier recht gut gelungen, wenn auch für meinen Geschmack etwas zu langsam und langgezogen.

Rainbow Days

7,00€
8.2

Aufmachung

9.0/10

Zeichenstil

9.0/10

Inhalt

6.5/10

Pros

  • süße Charaktere
  • romantisch
  • glaubwürdig

Cons

  • wenig Innovatives
  • zu langatmig
  • vorhersehbar

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